LASK Linz und Austria Kärnten, zwei Cup-Aufsteiger aus der unteren Tabellenregion, besorgen am Freitag auf der Linzer Gugl (20.30 Uhr/live Sky Austria) in der tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile den Auftakt zur 24. Runde. Da wie dort hofft man auf das Nachwirken des Erfolgserlebnisses vom Dienstag. Die Athletiker könnten mit dem dritten Sieg in Serie zumindest für einen Tag bis auf einen Punkt an SV Josko Ried herankommen. Der Lokalrivale spielt erst Samstag daheim gegen SV Mattersburg.
"Gegen Austria Wien hatten wir zuletzt nichts zu verlieren. Wenn wir nach den zwei Siegen nun gegen die Kärntner nicht gewinnen, dann wäre das eine riesige Enttäuschung", sagte Trainer Helmut Kraft, der seinen LASK als Favorit sieht und mit drei Punkten rechnet. Auf die Tabelle schaut er nicht, die sei nicht so wichtig. "Wir müssen uns konsolidieren, zeigen, dass in Linz ein Aufwärtstrend vorhanden ist", nannte der Tiroler seine Prioritäten.
Im Cup, der zur Liga eine andere Sache darstelle, ist für die Athletiker laut Kraft "nun alles möglich", in der Meisterschaft hat er keine konkrete Endplatzierung als Ziel ausgegeben. "Jeder Sieg, jede gute Leistung sind für die Spieler wichtig", sagte der Feldherr des Tabellenachten, dem in der Liga in den jüngsten 15 Runden nur zwei Siege (2-5-8/4:2 gegen Rapid in Linz am 12. Februar und 1:0 gegen Austria in Wien am 6. März) gelangen.
In den bisherigen zwei Saison-Duellen mit Kärnten (3:1 in Linz/29. September und 1:1 in Klagenfurt/6. Dezember) hat Roman Wallner alle vier Tore für den LASK erzielt. Statt dem Steirer, der im Winter zu Red Bull gewechselt ist, kam von dort Rene Aufhauser und der hat zuletzt sein Visier ebenfalls gut eingestellt gehabt. Der Ex-Salzburger war gegen Austria Wien mit seinen Goldtreffern zweimal Matchwinner.
Der erste Erfolgserlebnis (3:2 gegen Vienna) im achten Spiel unter Trainer Joze Prelogar, durch das Kärnten erstmals nach 2007 (FC Kärnten) wieder im Cup-Viertelfinale präsent ist, war sicher gut für die Moral des Tabellenschlusslichts. Mehr aber auch schon nicht. "Stolz können wir nicht sein auf diese Leistung. Es gab zu viele Fehler, in der Liga hätten wir mit dieser Vorstellung mehr Tore kassiert. Aber die Mannschaft hat durchgehalten, gekämpft und sich nicht aufgegeben", lobt der Slowene.
Darauf könne man stolz sein. "In Anbetracht der Umstände und Schwierigkeiten, die wir zu bewältigen haben, war das ein klares Lebenszeichen", stellte Prelogar fest, dessen Elf sich in der Punktejagd wieder in der Rolle des Außenseiters befindet. "Der LASK ist Favorit, Rene Aufhauser hat die Defensive im Mittelfeld stabilisiert und zuletzt auch getroffen. Wir müssen aber auf alle elf Linzer ein Auge haben, nicht nur auf ihn", meinte Co-Trainer Roman Stary.
Wie bei den Linzern (Saurer, Bubenik) fallen auch bei den Gästen zwei Mann (M. Dollinger, Elsner) wegen Sperren aus. Die Schwarz-Weißen, die in dieser Saison vor eigenem Publikum erst zweimal (4:5 Austria Wien am 24. Juli 2009 und 1:2 Sturm Graz am 27. Februar 2010) verloren haben, haben seit die Paschinger Lizenz an den Wörthersee transferiert wurde gegen die Klagenfurter in fünf Partien (4-0-1) erst eine Heimniederlage (0:2 am 22. November 2008) erlitten.
In der Meisterschaft ist das bereits 16 Punkte abgeschlagene Schlusslicht seit 6. Dezember 2008 ohne Auswärtssieg. Damals gab es in Altach einen 5:2-Erfolg und danach in 18 Partien (0-1-17) nur einen einzigen Zähler. Dieser wurde am 19. April 2009 in Graz gegen Sturm geholt.
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